Wohntrend: Leben im Mehrgenerationenhaus

Zahlreiche Neubau-Immobilien eignen sich für Mehrgenerationenhäuser. Zum Beispiel das Neubauprojekt New York RIng 37+39

Zahlreiche Neubau-Immobilien eignen sich für Mehrgenerationenhäuser. Foto: Neubauprojekt New York Ring 37+39

Vergangene Woche berichteten wir über die starke Nachfrage nach Neubau-Immobilen für Senioren. Heute möchten wir einen Trend vorstellen, der in Deutschland auf dem Vormarsch ist: Leben in einem Mehrgenerationenhaus.

Das Alleinstellungsmerkmal eines solchen Hauses ist, dass in ihm verschiedene Generationen unter einem Dach leben. Kinder und Großeltern, 6-Jährige und 100-Jährige teilen sich Wohn- und Lebensräume. Damit wird der Isolation alter Menschen vorgebeugt und sie können Jüngeren mit ihrer Lebenserfahrung zur Seite stehen. Häufig bieten die Häuser ein Freiwilligenprogramm an, in dem Kunstprojekte und soziale Aktivitäten das Miteinander fördern.

In Deutschland gibt es derzeit ca. 450 Mehrgenerationenhäuser, darunter auch einige in Stuttgart, zum Beispiel das Anna-Haag-Haus, eines der ältesten Mehrgenerationenhäuser in Deutschland.

Kennzeichen eines Mehrgenerationenhauses

Ein Haus, das als Mehrgenerationenhaus genutzt wird, stellt Architekten vor neue Herausforderungen. Es muss mehrere Wünsche zugleich befriedigen: einerseits das Bedürfnis nach Gemeinschaft, aber zugleich sollte es Raum bieten für die eigene Privatsphäre.

Mehrgenerationenhäuser enthalten mindestens zwei getrennte Wohneinheiten und einen offenen Bereich, das sind in der Regel Wohnzimmer und Küche, zuweilen ergänzt um einen großen Gemeinschaftsraum im Haus. Ein zentrales Merkmal dieser Häuser ist, dass es einerseits voneinander getrennte Wohnräume gibt, in denen die Bewohner ihre Privatsphäre haben. Zum Anderen steht insbesondere bei Mehrgenerationenhäusern der Fokus auf gemeinschaftlich genutzten Räumen. Neben dem erwähnten Wohn-Kochbereich kann das zum Beispiel ein Gemeinschaftsgarten sein oder ein Treffpunkt im Haus. Einige Häuser enthalten zusätzlich eine Sauna im Keller oder einen großen Hobbyraum.

Von Vorteil ist, wenn die Wohneinheiten so ausgestattet sind, dass sie den Bedürfnissen von Senioren entsprechen. Das heißt: die Türen sollten so breit sein, dass sie auch Rollstuhlfahrer passieren können, entsprechend müssen die Bäder und Sanitäreinrichtungen gestaltet sein. Nützlich sind elektrische Jalousien, die körperlich anstrengende Bewegungen für ältere Menschen minimieren. Zahlreiche Mehrfamilienhäuser entstehen in energieeffizienter Bauweise und verbinden damit ökologische und soziale Konzepte.

Nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Anzahl an Mehrgenerationenhäusern in Deutschland auch in Zukunft steigen. Dabei eignen sich durchaus auch klassische Mehrfamilienhäuser, manchmal sogar Doppelhäuser, zur Nutzung als Generationenhaus. Zudem bieten einige Bauträger sogar explizit Neubauprojekte für mehrere Generationen unter einem Dach an.

Eine umfangreiche Übersicht zu Neubau-Immobilien der unterschiedlichsten Kategorie finden Sie auf dem neubau kompass.