Wichtig für Immobilienkäufer: die Wohngebäudeversicherung

Auch für Käufer von Eigentumswohnungen ist eine Wohngebäudeversicherung wichtig. Foto: Neubauprojekt Mönchstraße

Auch für Käufer von Eigentumswohnungen ist eine Wohngebäudeversicherung wichtig. Foto: Neubauprojekt Mönchstraße

Wer eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus erwirbt, sollte sich auch über die entsprechenden Versicherungen Gedanken machen. Von den zahlreichen Angeboten auf dem Markt sind einige „nice to have“, es gibt jedoch auch Policen, die jeder Käufer haben sollte, zum Beispiel die Wohngebäudeversicherung. Diese ist nicht nur essenziell wichtig für Käufer von Häusern, sondern auch für alle, die eine Eigentumswohnung erwerben.

Im letzteren Fall ist die Wohngebäudeversicherung über eine Eigentümergemeinschaft erhältlich und wird auf jede Wohneinheit umgelegt. Ratsam ist, bereits beim Kauf der Wohnung nach den Konditionen der Wohngebäudeversicherung zu fragen und sich zu erkundigen, welche Punkte abgedeckt sind.

Wovor schützt die Wohngebäudeversicherung?

Die „gebundene Wohngebäudeversicherung“ schützt vor den finanziellen Folgen, die mit Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Explosionen, Flugzeugabsturz oder Blitzeinschlag entstehen – unter der Voraussetzung, dass es nicht durch Fahrlässigkeit zum Schaden gekommen ist. Das Wort „gebundene Wohngebäudeversicherung“ leitet sich daraus ab, dass diese Versicherung im Grunde aus drei einzelnen Versicherungen besteht: der Feuer-, Sturm- und Leitungswasserversicherung.

Die Versicherung übernimmt im Schadensfall den größten Teil der zum Wiederaufbau der Immobilie benötigten Summe. Lohnenswert ist – je nach Lage der Immobilie – der zusätzliche Abschluss einer Elementarschadenversicherung: diese deckt zusätzlich Schäden durch Naturgewalten wie Lawinen, Hochwasser, Erdrutsch und Schnee ab.

Gehören ein Carport, ein Gartenhaus oder eine Photovoltaikanlage zum Eigentum? Diese sollten in den Versicherungsschutz einbezogen werden.

Achtung: melden Sie Schäden immer sofort! Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass der Versicherungsschutz entfällt. Des Weiteren sollte der Versicherer über jede bauliche Veränderung am Haus sofort informiert werden.

Wichtig: die Versicherungssumme korrekt berechnen

Wer eine Wohngebäudeversicherung abschließt, sollte unbedingt die Versicherungssumme richtig berechnen. Diese richtet sich nach mehreren Komponenten, zum Beispiel der Wohnfläche. Machen Sie in jedem Fall bei allen Punkten korrekte Angaben, für die Berechnung der Summe ist dann der Vermittler zuständig.

Käufer von Neubau-Immobilien sind im Vorteil

Wer eine Neubauwohnung oder ein neues Haus kauft, profitiert von geringeren Versicherungsbeiträgen als Käufer von Bestandsimmobilien. Speziell im Bereich „Leitungswasserversicherung“ kann sich der Betrag bei älteren Immobilien zusätzlich erhöhen. Denn sind die Ableitungsrohre veraltet wie es bei zahlreichen älteren Gebäuden der Fall ist, besteht ein höheres Risiko durch Leitungswasserschäden.

Eine Wohngebäudeversicherung „reist mit“

Fachleute sprechen bei Wohngebäudeversicherungen von einer „mitreisenden Versicherung“. Damit ist gemeint, dass die Police beim Verkauf des Gebäudes automatisch auf den Käufer übergeht. Möchte dieser die Versicherung nicht fortsetzen, so kann er innerhalb eines Monats ein Sonderkündigungsrecht wahrnehmen. Maßgeblich für den Beginn dieser Frist ist der Grundbucheintrag.

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