Stuttgarts neue Stadtquartiere: der NeckarPark

In unserer Reihe „Stuttgarts neue Wohngebiete“ stellen wir heute das geplante Neubaugebiet rund um den NeckarPark in Bad Cannstatt vor. Auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofareals in der Mercedesstraße könnten über 460 Neubauwohnungen entstehen. Die Hälfte davon soll Baugemeinschaften zur Verfügung gestellt werden. Ein erster Rahmenplan liegt schon vor.

Im Zuge der Wohnungskonzeption soll das insgesamt 22 Hektar umfassende Areal des Güterbahnhofes neu aufgeteilt und unter anderem zu Wohnzwecken umgenutzt werden. Bei den Planungen stehen integrierte Mobilitätskonzepte, Ökologie und eine ausgewogene Balance von Gewerbe- und Wohnflächen im Vordergrund. Auch das Anlegen von Grünflächen spielt eine zentrale Rolle. Des Weiteren soll ein Großteil der benötigten Energie aus Regenerativen Quellen stammen.

Endgültig an Fahrt aufnehmen wird das Bebauungsplankonzept voraussichtlich jedoch erst nach der Kommunalwahl am 25. Mai. Dann entscheidet sich auch, ob das Areal vorwiegend zu Wohnzwecken oder für Gewerbeeinheiten zur Verfügung stehen wird. Beides wird in Stuttgart dringend gebraucht.

Experten gehen davon aus, dass es bei dem NeckarPark auf eine Mischnutzung herauslaufen wird. Demnach würden neue Wohneinheiten entstehen, hohe Lärmschutzverordnungen zugrunde gelegt und ein Anschluss an den Nahverkehr sowie an Einrichtungen des öffentlichen Bedarfs geschaffen. Ein Architekturbüro ist bereits mit entsprechenden Planungen zur Gestaltung des Viertels beschäftigt.

Stadt fördert Kauf von Eigentumswohnungen im NeckarPark

Aktuelle Konzepte sehen vor, dass ca. 33 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert werden, zum Beispiel mit dem Förderprogramm „Preiswertes Wohneigentum“. Im Rahmen dieser regionalen Förderung unterstützt die Stadt Stuttgart den Kauf von Häusern und Eigentumswohnungen auf städtischen Flächen.

„Konzeptvergabe“ heißt das Schlüsselwort dazu. Oberbürgermeister Fritz Kuhn will mit dem Kauf neuer Wohnflächen durch die Stadt der Wohnungsknappheit in der Schwabenmetropole begegnen. Ähnlich dem „München Modell“ in der bayerischen Landeshauptstadt will die Stadt Stuttgart mit dem Kauf neuer Wohnflächen den Bau von preisgünstigem Wohneigentum sowie den sozialen Wohnungsbau fördern.

Aber zurück zum NeckarPark: hier ist in städtischen Baukonzepten derzeit die Realisierung von Mehrfamilienhäusern mit 4 bis 5 Geschossen geplant. Auch Tiefgaragen sind in die Planungen integriert. Es bleibt das Thema „Lärmschutz“. Hier gibt es nach wie vor einiges zu tun, denn die Porsche-Arena, die Mercedes-Benz-Arena und die Hanns-Martin-Schleyerhalle sind nicht weit entfernt und sorgen für einen entsprechenden Geräuschpegel.

Eine weitere Frage, die im Raum steht, lautet „Wie viel Prozent der gesamten Nutzungsfläche entfällt tatsächlich auf Gewerbeeinheiten?“ Aus Sicht des Käufers einer Eigentumswohnung lässt sich sagen: je weniger desto besser. Denn gesetzt den Fall, dass auf Gewerbeobjekte komplett verzichtet würde, könnten rein rechnerisch 460 Wohnungen mit jeweils über 80 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen werden.

Durchdacht: Anbindung an den Nahverkehr

Das Planen neuer Mobilitätskonzepte gehört zu den Schwerpunkten im künftigen Stadtquartier „NeckarPark“. Über die Buslinie 56 ist der NeckarPark vom Bahnhof Bad Cannstatt aus erreichbar. Mit dem PKW gelangt man über die Mercedes Benz- und Daimlerstraße zur B14 und B10 mit überregionalen Anbindungen. Ein Großteil des Quartiers soll als „verkehrsberuhigte Zone“ Fahrrädern und Fußgängern vorbehalten bleiben.

Wie es konkret weiter geht mit dem NeckarPark – wie viel Wohnfläche tatsächlich entsteht und wie die endgültige Aufteilung aussehen wird – entscheidet sich voraussichtlich frühestens Mitte 2014. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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