Immobilienkauf in Stuttgart: der Preis zieht an

Wer nach Stuttgart kommt, dem fallen wahrscheinlich die Parks und Grünanlagen in der Innenstadt und auch in Randlagen auf. Über 50 Prozent des Stadtgebietes entfällt auf Frei- und Parkflächen. Das, ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot sowie die Anzahl der großen Arbeitgeber im Umkreis machen die Stadt attraktiv. Immer mehr Menschen zieht es in die Schwabenmetropole.

Im letzten Jahr waren es ca. 7.000 Neu-Stuttgarter und die Stadt nähert sich damit langsam der 600.000 Einwohner-Marke. Die Kessellage erschwert jedoch den Neubau von Wohnungen und das Finden von neuen Grundstücken. Entsprechend angespannt ist der Immobilienmarkt.

Mit der Situation auf dem Stuttgarter Wohnungs- und Häusermarkt beschäftigt sich die BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER KG täglich. Jetzt hat das Unternehmen den aktuellen Immobilienmarktbericht 2015 für Stuttgart und den Umkreis vorgelegt.

Quadratmeterpreise zwischen 4.500 und 7.000 Euro

Wie nicht anders zu erwarten: die Preise im Neubaubereich steigen. In den letzten 15 Jahren haben sie sich im Vergleich nahezu verdoppelt. Oder anders ausgedrückt: was im Jahr 2000 noch DM war, ist jetzt die identische Ziffer – allerdings in EUR. Kostete also der Quadratmeter im Jahr 2000 in der City um die 6.500 DM, so liegt er im selben Stadtteil nun bei ca. 6.500 Euro. Ausschläge nach oben sind keine Seltenheit.

Wer im perfekt angebundenen Stuttgarter Innenstadtbereich nach einer neuen Wohnung sucht, zahlt im Durchschnitt aktuell zwischen 4.500 und 7.000 Euro für den Quadratmeter. In den heiß begehrten Höhenlagen wie Killesberg oder auch Teilen der Filderebene sind es schon mal bis zu 11.500 Euro/m².

Neubauprojekt in Stuttgart-West: SUNSETview 49

Neubauprojekt in Stuttgart-West: SUNSETview 49

Billiger geht es hingegen in Zuffenhausen, Obertürkheim und Untertürkheim zu. Da starten die Quadratmeterpreise im Neubaubereich bei ca. 2.800 Euro. Also scheint noch etwas im Norden und Osten des Großraums Stuttgart möglich zu sein. Auch wenn dies für die meisten Wohnungssuchenden, der Nachfragetrend geht eindeutig gen Westen des Großraums, weniger verlockend klingen mag – die Situation kann in einigen Jahren komplett anders aussehen. Bad Cannstatt zum Beispiel galt lange Zeit als wenig attraktiv, nun ist es als Standort „entdeckt“ worden und wird stärker nachgefragt.

Zielmarke von 1.800 Neubauwohnungen noch nicht erreicht

Die Stadtverantwortlichen sind ehrgeizig: rund 1.800 neue Wohnungen sollen in und um Stuttgart jährlich realisiert werden. Bislang hat das beinahe geklappt, aber noch nicht ganz. Es sind etwas über 1.500 neue Wohneinheiten, die jährlich auf dem Markt angeboten werden.

Die Suche nach neuen Bauflächen oder Möglichkeiten der Nachverdichtung zählt zu den größten Herausforderungen für die Stadt. Anders als in Frankfurt oder auch Berlin, kann man in Stuttgart weniger auf Umnutzung zurückgreifen. Die Nachfrage nach Büroflächen ist in der Schwabenmetropole ebenfalls hoch. Es gibt wenige Gewerbe- oder Büroimmobilien, die umgenutzt und in Neubauwohnungen verwandelt werden.

Bislang konnten insgesamt 350 Areale mit einer Gesamtfläche von ca. 500 Hektar eruiert werden. Momentan sind 1.900 Baulückengrundstücke in Stuttgart im Gespräch, welche Platz für ca. 10.000 Wohneinheiten in den nächsten Jahren bieten würden.

Davon befinden sich die meisten nicht in Innenstadtlage. Experten raten derzeit ohnehin Wohnungssuchenden, ihren Suchfokus auf die Randlagen zu erweitern. Mehr dazu in den nächsten Wochen auf diesem Blog.

Aktuelle Neubauprojekte, zum Beispiel SUNSETview 49 in Stuttgart-West, finden Sie auf dem neubau kompass.