Gestaltung des IBM-Areals geht in die nächste Runde

Vor wenigen Wochen berichteten wir über das geplante Neubau-Quartier auf dem ehemaligen IBM-Gelände in Stuttgart-Vaihingen. Bis zu 1.800 Wohneinheiten sollen hier entstehen. Es fallen Wörter wie „Smart City“. Damit es kein „08/15 Quartier“ wird, hat die Besitzerin des Areals, die Gerchgroup, einen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 14 Büros beteiligt haben. Auch die Bürgerinnen und Bürger von Vaihingen haben einiges mitzureden. Ziel ist, ein Quartier zu schaffen, das für die gesamte Stadt einen Mehrwert birgt. Das ist gar nicht leicht, nicht zuletzt aufgrund der Lage des Geländes.

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Ein Bild aus älteren Tagen: der IBM-Campus beim Autobahnkreuz Stuttgart. Foto: Gerchgroup

Das ca. 20 Hektar große Areal am äußersten Stadtrand befindet sich unmittelbar an der Autobahn, was auch das Thema „Lärmschutz“ aufwirft. Zudem gibt es vier Bestandsgebäude, die unter Denkmalschutz stehen und in das Neubau-Konzept integriert werden müssen. Aktuell ist angedacht, in diesen Gebäuden öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungsservices unterzubringen. Insgesamt hat sich die Gerchgroup dafür entschieden, den Anteil der Wohnbebauung auf dem Areal im Verhältnis 75:25 zu realisieren. Wenig Raum ist für gewerbliche Flächen vorgesehen. Die Nähe zur Universität brachte einige Architekten auf den Gedanken, Forschungseinrichtungen auf dem Gelände zu realisieren.

Vier von 14 Entwürfen gehen in die nächste Runde

Insgesamt 14 Architekturbüros aus ganz Deutschland haben sich an dem städtebaulichen Wettbewerb der Gerchgroup beteiligt. Vier davon haben es in die nächste Runde geschafft. Die Konzepte sind unterschiedlich, drei von vier Büros möchten ein Wohnhochhaus errichten, einige favorisieren eine große Freifläche inmitten des Areals. Andere konzipieren die Gebäude in Anlehnung an die Bestandsbauten. Kein Hochhaus, dafür eine Lärmschutzwand hat Steidle Architekten (München) in Kooperation mit Realgrün Landschaftsarchitekten im Kopf. In diesem Entwurf soll in der Mitte zudem ein See angelegt werden.

Ende November wird feststehen, welches der verbleibenden vier Architekturbüros mit der Etablierung des „neuen IBM-Areals“, das jetzt offiziell „Garden Campus“ heißt, beauftragt wird. Im Rennen sind: das Büro Astoc aus Köln zusammen mit FSWLA Landschaftsarchitektur und TOHT Bauphysik. Dann das Büro Cobe aus Berlin das gemeinsam mit WES Landschaftsarchitektur an den Start geht. Neben den bereits oben erwähnten Steidle Architekten ist als viertes das Büro Kleihues + Kleihues mit Landschaftsarchitektur ST raum a. dabei.

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Neubauprojekt in Stuttgart-Rohr: Schmellbachstraße 17. Bild: DI Württemberg

Das Schlussverfahren sieht vor, dass die Jury Ende des kommenden Monats ein Siegerkonzept auswählt und der Bürgerbeteiligung vorstellt. Welches der Konzepte letzten Endes auf dem Gelände in Vaihingen umgesetzt wird, darüber informieren wir Sie in rund sechs Wochen.

Eine Reihe interessanter Neubauprojekte sind aktuell im Großraum Stuttgart zu finden. Zum Beispiel in Stuttgart-Rohr das Neubauprojekt „Schmellbachstraße 17“.

Weitere Projekte sehen Sie auf dem neubau kompass.

Das große Beitragsbild zu diesem Post stammt von der Gerchgroup und zeigt den IBM-Campus.